Rechnungszins
Zinsentwicklung im Zeichen des Brexit

08.07.2016
Autor: Günter Neumeier

Im Juni 2016 kam es erneut zu einem Einbruch bei den Zinsen für hochwertige Unternehmensanleihen und damit zu einem Absinken des Rechnungszinses für Pensions- und ähnliche Verpflichtungen in der Konzernbilanz nach IFRS oder US GAAP. Ende Mai 2016 betrug der Rechnungszins nach der „Mercer Yield Curve“ für eine mittlere Duration von 15 Jahren noch 1,90 Prozent. Danach sank der Zins zum 15.06.2016 auf 1,62 Prozent, um einen Tag nach der Brexit-Entscheidung vom 23.6.2016 sogar noch einmal kurz auf 1,70 Prozent anzusteigen.

Wegen der zunehmenden Unsicherheit als Folge der Entscheidung zum Brexit scheinen mehr Anleger in sichere Anlagen investieren zu wollen, teilweise auch in Unternehmensanleihen mit entsprechendem Rating. Dadurch steigen die Kurse und sinken die Zinsen für diese Papiere, was direkte Auswirkungen auf den Rechnungszins nach IAS 19/ASC 715 hat. Zum 30.06.2016 lag er bei nur noch 1,56 Prozent. Dieses Absinken innerhalb eines Monats erhöht die Pensionsverpflichtungen je nach Bestandszusammensetzung um bis zu 9 Prozent.

Weitere Informationen zum Rechnungszins finden Sie auf dieser Website.

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