Mercer | Ausweg Ausfinanzierung – Was? Wie? Warum?

Mercer | Ausweg Ausfinanzierung – Was? Wie? Warum?

Ausweg Ausfinanzierung

Versicherungsförmige Ausfinanzierung: Was? Wie? Warum?

Was ist eigentlich eine versicherungsförmige Ausfinanzierung?


Bei einer versicherungsförmigen Ausfinanzierung werden Versicherungsprodukte bei Lebensversicherern eingekauft, die im Idealfall in ihrem Umfang den auszufinanzierenden Pensionsverpflichtungen entsprechen. Dadurch werden die Versorgungszusagen gewissermaßen in Form von Versicherungen „nachgebildet“ – sie verschwinden aus der Bilanz und die Pensionsrisiken werden auf einen Dritten, also den Versicherer, übertragen. Man spricht deshalb auch von einer kongruenten (deckungsgleichen) Ausfinanzierung mit Risikotransfer. Für den Abschluss von kongruenten Versicherungen werden Prämien an den Versicherer fällig, die den bilanziellen Verpflichtungswert in der Regel übersteigen. Diese Prämien können einmalig oder laufend bis zur Auszahlung der Versorgungsleistung entrichtet werden.

Wie wird sie umgesetzt?


Versicherungsförmige Ausfinanzierungen können in unterschiedlichen Durchführungswegen erfolgen: als Rückdeckung einer Direktzusage, als rückgedeckte Unterstützungskasse oder als versicherungsförmiger Pensionsfonds. Es gibt dabei verschiedene Gestaltungsmodelle und Kombinationen, die spezifische Vorteile, aber auch Herausforderungen mit sich bringen – in unserer Infografik haben wir die wichtigsten Punkte für Sie auf einen Blick zusammengefasst.

Die Versicherungsbeiträge übersteigen aktuell den Verpflichtungswert gemäß IFRS (DBO) nicht mehr so deutlich, wie wir es aus der Vergangenheit kennen. Dies liegt aber nicht daran, dass die Versicherungsbeiträge günstiger geworden sind, sondern daran, dass die Verpflichtungswerte gemäß IFRS aufgrund der niedrigen Rechnungszinssätze derzeit relativ hoch sind. Die tatsächlichen Kosten hängen neben den zugrundeliegenden Rechnungszinsen u. a. auch von den unterschiedlichen Annahmen über die Lebenserwartung ab. In der Praxis lassen sich Bandbreiten von Versicherungsbeiträgen zwischen etwa 130 und 170 Prozent der DBO beobachten.

Eine Möglichkeit, die Kosten für eine versicherungsförmige Ausfinanzierung zu reduzieren, ist es, den Rentnern vorab ein Kapitalisierungsangebot zu unterbreiten. Hierbei kann die Verpflichtung z. B. auf Basis der Rechnungsgrundlagen des HGB abgefunden werden. Der Abfindungsbetrag ist damit nicht nur deutlich niedriger als der eventuelle Beitrag bei einer versicherungsförmigen Finanzierung, sondern liegt auch unterhalb der DBO.

Warum sollten Sie gerade jetzt darüber nachdenken?


Mit einer versicherungsförmigen Ausfinanzierung reduzieren Sie Ihre Pensionsrisiken und verkürzen Ihre Bilanz. Mit Blick auf dauerhaft niedrige Zinsen und zunehmende Unsicherheit an den Märkten – mitunter durch unvorhersehbare Ereignisse wie den „Brexit“ begünstigt – sind dies nicht zu unterschätzende Vorteile. Denn mit volatilen Märkten und Zinsen müssen wir weiter rechnen, mitunter können die Folgen für bAV und Unternehmensbilanz beträchtlich sein.

Wenn eine Risikominimierung über eine versicherungsförmige Ausfinanzierung für Sie von Interesse ist, sollten Sie bedenken, dass sich eine schnelle Entscheidung auszahlen kann: Zum 1. Januar 2017 wird der Höchstrechnungszins für alle Lebensversicherungen, der sogenannte Garantiezins, von 1,25 auf 0,9 Prozent gesenkt. Die Kosten für eine Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen werden in der Folge deutlich steigen.

 

Webcast "Ausweg versicherungsförmige Ausfinanzierung: Jetzt oder nie!"


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