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Die versicherungsmathematische Vorausberechnung – 3 Fragen, 3 Antworten

Eine versicherungsmathematische Vorausberechnung ist die Grundlage jeder guten Neuordnung. Doch was ist das genau und wie funktioniert sie? In unserem Kurzinterview beantwortet Mercer-Experte Udo Müller die wichtigsten drei Fragen.

 

 

Was ist eine versicherungsmathematische Vorausberechnung?


Die versicherungsmathematische Vorausberechnung ist ein vielseitiges Verfahren zur Abschätzung zukünftiger Pensionsrückstellungen unter Berücksichtigung aller Faktoren, die Einfluss nehmen können. Dabei betrachten wir in der Regel längere Zeiträume, bspw. die nächsten 50 Jahre. Das Besondere dabei ist, dass wir im Gegensatz zu anderen Verfahren keine Formel herleiten, über die wir uns künftigen Rückstellungen nähern können. Stattdessen entwickeln wir im Rahmen einer Simulation einen Personenbestand über mehrere Jahre fort. Sie verfügen damit für jedes Jahr der Berechnung über einen konkreten Anhaltspunkt, anhand dessen Sie Ihre Pensionsrückstellungen explizit ermitteln können. Dabei können wir auch Veränderungen durch Versorgungsfälle, Ausscheiden und Neuzugänge berücksichtigen– auch mit Wahrscheinlichkeiten, die von den biometrischen Grundwerten abweichen.

Was leistet eine solche Vorausberechnung?


Ziel der versicherungsmathematischen Vorausberechnung ist es, mögliche Risiken zu erkennen, die in den Pensionen schlummern. Ein normales versicherungsmathematisches Gutachten reicht zu diesem Zweck nicht aus, denn es darf nur die bis zum jeweiligen Stichtag erworbenen Anwartschaften bewerten. Was in der Zukunft liegt, bleibt unbeleuchtet. Mit der Vorausberechnung betrachten wir dagegen einen beliebig langen Zeitraum und berücksichtigen dabei alle wesentlichen Faktoren, die den Verpflichtungsumfang beeinflussen, z. B. Zins, Gehaltsdynamik und biometrische Wahrscheinlichkeiten wie Langlebigkeit, Tod und Invalidität.

Neben der Betrachtung zukünftiger „natürlicher“ Entwicklungen und Risiken können Sie mit einer versicherungsmathematischen Vorausberechnung aber auch gewollte Änderungen am Pensionssystem verproben. Wollen Sie beispielsweise die betriebliche Versorgung Ihrer Mitarbeiter im Zuge einer Neuordnung modernisieren und so Risiken reduzieren, kann eine Vorausberechnung helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Dazu können wir zwei parallele Berechnungen tätigen, einmal auf Basis des „Status Quo“ und einmal mit den veränderten Parametern einer möglichen Neuordnung. Damit erkennen Sie schon frühzeitig die Folgen einer Umstellung und deren konkreten Nutzen.

Brauche ich wirklich eine versicherungsmathematische Vorausberechnung?


Sie sollten eine versicherungsmathematische Vorausberechnung als Investition in die Zukunft betrachten: Da Sie mögliche Risiken und Chancen frühzeitig erkennen und entsprechend proaktiv handeln können, ersparen Sie sich mit einem relativ kleinen Betrag zukünftige Ausgaben. Und Sie versetzen sich in die Lage, zukünftige Trends und Entwicklungen mit durchdachten Lösungen zu beantworten.

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