Mercer | Reine Beitragszusage: Durchgehende Kapitalanlage oder Lifecycle-Modell

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Reine Beitragszusage: die Stellschrauben für den Erfolg
Calendar11 April 2018

Durchgehende Kapitalanlage oder Lifecycle-Modell


Durch ein Lifecycle-Modell können die Renten trotz einer renditeorientieren Ansparphase in der Auszahlungsphase stabilisiert werden. Dies geht jedoch zu Lasten der erwarteten Rentenhöhe.


Im Standardmodell sind wir von einer durchgehenden Kapitalanlage ausgegangen. Rendite und Volatilität für Anwärter und Versorgungsempfänger sind damit also einheitlich. Da der Anwärter die Volatilität aber viel leichter aushalten kann als ein Versorgungsempfänger, stellt sich die Frage, ob die Ergebnisse durch ein Lifecycle-Modell verbessert werden können.

Das Lifecycle-Modell basiert auf der Beobachtung, dass über einen langen Investitionszeitraum eine renditeorientierte Strategie mehr Erträge schafft als das Basisszenario. Jedoch führt eine renditeorientiere Kapitalanlage zu einer volatileren Rentenbezugsphase, was durch das Lifecycle-Modell vermieden werden soll. Daher wird das Modell für rentennahe Anwärter und in der Auszahlungsphase durch eine defensivere Kapitalanlage ergänzt. So kann das angesparte Kapital vor extremen Kapitalmarktentwicklungen im rentennahen Alter abgesichert, und Renten in der Auszahlungsphase werden stabilisiert. Dies geht jedoch auf Kosten der Rentenhöhe.

Für diese Untersuchung haben wir die Kapitalanlage für Anwärter und Rentner geteilt: Für die Anwärter wird das Kapital renditeträchtiger, dafür aber volatiler angelegt. Für Rentner wird eine sicherere Anlage gewählt, was zulasten der Rendite geht.

 


Diese Unterscheidung führt in der Entsparphase wirklich zu geringeren Risiken, so kann eine Rentenkürzung im schlechten Fall von -41Prozent (im Basisszenario über 20 Jahre) auf -25Prozent im Lifecycle-Modell abgemildert werden. Jedoch ist auch eine signifikante Auswirkung auf die absolute Höhe der Startrenten zu erkennen. Bei einer mittleren oder gar schlechten Kapitalmarktentwicklung verschlechtern sich die Startrenten sehr deutlich im Vergleich zum Basismodell.

Insgesamt muss also festgestellt werden, dass ein Lifecycle-Modell eher zulasten der absoluten Höhe der Renten geht.


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