ifo Institut: Zwei Drittel der Firmen wollen langfristig mehr Home Office

9. Dezember 2020 (veröffentlicht vom ifo Institut am 23. November 2020)

Germany, München

Die Deutschen werden auch nach Corona viel mehr von zuhause aus arbeiten. 67 Prozent der vom ifo befragten Unternehmen wollen langfristig stärker das Homeoffice ihrer Beschäftigten nutzen. Nur 32 Prozent erwarten keine Veränderung, und 1 Prozent sehen weniger Arbeit im Heimbüro. Das geht hervor aus einer ifo-Befragung von 1.188 Managern und Personalleitern in Zusammenarbeit mit den Beratern von Mercer | Promerit und dem Verein FiDAR.

 

Der Anteil der Firmen mit Beschäftigten, die regelmäßig von zuhause aus arbeiten, stieg schon in der Corona-Krise von 51 auf 76 Prozent. In der Gruppe der 51 Prozent arbeiteten vor der Krise 18 Prozent ihrer Beschäftigten im Heimbüro, nun 42. Ihre durchschnittliche Arbeitszeit dort stieg von 33 auf 60 Prozent.

 

Die Umstellung auf Home Office ist 84 Prozent der Firmen leichtgefallen. Nur 16 Prozent berichteten von Problemen. In dieser kleinen Gruppe waren die Probleme vor allem technischer Art (72 Prozent), wie mangelnde technische Voraussetzungen (55 Prozent) und fehlende Bandbreite (40 Prozent). Bei den organisatorischen Problemen (67 Prozent) nannten die befragten Manager eine erschwerte Kommunikation zwischen Angestellten (54 Prozent) und mangelnde Abstimmung (40 Prozent) als zentrale Punkte.

 

Außerdem gab es in der Gruppe der 16 Prozent Schwierigkeiten für die Mitarbeiter (57 Prozent), insbesondere eine erschwerte Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Kinderbetreuung (40 Prozent). Auch nannten 30 Prozent Mehrbelastung/Stress für die Beschäftigten durch die Ausnahmesituation. Mangelnde Motivation (19 Prozent) oder mangelnde IT-Kenntnisse der Belegschaft (18 Prozent) spielten eine untergeordnete Rolle.

 

Bereits vor der Krise war der Anteil von Frauen (12 Prozent) im Home Office leicht höher als der Anteil von Männern (10). Er stieg dann auf 30 Prozent der Beschäftigten bei den Frauen und auf 26 Prozent bei den Männern. Die große Mehrheit der von 78 Prozent der Befragten gab an, dass es bei Beeinträchtigungen durch Home Office keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. 20 Prozent sehen allerdings die Frauen stärker beeinträchtigt, 2 Prozent die Männer.

 

Auch allgemein nach den zahlreichen Auswirkungen von Corona gefragt, antworteten 42 Prozent der befragten Manger und Personalleiter, dass Frauen stärker betroffen sind.

 

Die Ergebnisse der Umfrage sind veröffentlicht unter ifo Schnelldienst Digital, 2020, 1, Nr. 14: Homeoffice vor und nach Corona: Auswirkungen und Geschlechterbetroffenheit

 

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