Empfehlung an die zukünftige Regierung: Bekenntnis zu Absicherung des Lebensstandards der Österreicherinnen und Österreicher in der Pension

12. Januar 2020

Österreich, Wien

  • Mercer schlägt die Aufnahme eines Maßnahmenkatalogs zur Pensionssicherung in das Regierungsprogramm vor
  • Sechs Empfehlungen an die neue Bundesregierung
  • Top Performance-Ergebnisse der österreichischen Pensionskassen und Vorsorgekassen in Q3 2019

Die traditionelle Bekanntgabe der Gesamtperformance der überbetrieblichen Pensionskassen von Mercer wird heuer auch zum Anlass genommen, auf dringend notwendige Maßnahmen für ein gesamtheitliches und generationengerechtes Pensionssystem hinzuweisen. Die Einschätzung von Walter Pöltner1, neuer Leiter der Alterssicherungskommission, wonach ein heute 45-Jähriger bei Pensionsantritt rund 20 Prozent weniger Pension zu erwarten hat, als ein vergleichbarer Angestellter, der vor zehn Jahren in den Ruhestand getreten ist, geben Grund dazu, bereits heute Anreize in der betrieblichen Vorsorge zu setzen. Fakt ist, dass demografische Faktoren wie die Überalterung und die steigende Bevölkerungszahl zur Verringerung der Ansprüche aus dem staatlichen Pensionssystem führen.

 

Kombination der Pensionssäulen ist auf lange Sicht unausweichlich

 

Die Zahlen belegen, dass die Verknüpfung der staatlichen, betrieblichen und privaten Vorsorge unvermeidbar ist. „Die staatliche Pension wird weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der Altersvorsorge sein, aber die zweite und bei Bedarf auch die dritte Pensionssäule müssen dringend an Stellenwert gewinnen, um zum Zeitpunkt der Pensionierung ein ausreichendes Versorgungsniveau zu haben“, so Michaela Plank, Expertin für betriebliche Altersvorsorge bei Mercer Austria.

 

Eine attraktive und marktübliche betriebliche Vorsorge als sinnvolle Ergänzung

 

Mercer hat sechs Empfehlungen an die zukünftige Regierung und empfiehlt als Bekenntnis für die Absicherung des gewohnten Lebensstandards im Alter die Verankerung dieser Punkte im Regierungsprogramm:

 

  • Aktive Information der Bürgerinnen und Bürger über die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Höhe ihrer staatlichen Pension
  • Verstärkte Einbeziehung der zweiten und dritten Pensionssäule zur nachhaltigen Sicherung des heimischen Pensionssystems, um den Lebensstandard im Alter zu erhalten
    Schaffung von Rechtsgrundlagen für eine Entgeltumwandlung mittels Einbindung in Kollektivverträge für eine steuerschonende Pensionsvorsorge nach dem in Deutschland bereits 2002 eingeführten Vorbild
  • Steuerliche Anreize für Arbeitnehmerbeiträge: Möglichkeit der Einzahlung von Arbeitnehmerbeiträgen aus dem Brutto in die Pensionsvorsorge
  • Deutliche Erhöhung der steuerfreien Zukunftssicherung von EUR 300 im Jahr auf
    EUR 1.000, um eine Basisaltersvorsorge zu Pensionsantritt zu gewährleisten
  • Adaptierungen der Funktionsweise der Pensionskassen im Rahmen der betrieblichen Vorsorge:
    • Flexibilisierung des Rechnungszinses zu Pensionsantritt analog zur persönlichen Vermögensplanung
    • Flexibilisierung bei den Hinterbliebenenpensionen durch beispielsweise:
      •  Befristete Rentenzahlungen
      • Möglichkeit der Auszahlung an zuvor genannte Berechtigte
  • Erweiterung des Lebensphasenmodells auf einen smarten Übergang in ein gewünschtes Portfolio statt festgelegten Wechseln zu Stichtagen

 

Sehr gute Performance der österreichischen Pensionskassen und Vorsorgekassen

 

Die österreichischen Pensionskassen haben zum dritten Quartal 2019 erneut eine sehr gute Performance erwirtschaftet. Die Gesamtperformance der Pensionskassen lag bei 9,07 Prozent.2 Diese setzt sich aus den Ergebnissen der überbetrieblichen Pensionskassen von 9,19 Prozent und der betrieblichen Pensionskassen von 7,86 Prozent zusammen. „Auch die langfristige Performance seit Beginn der Einführung der Pensionskassen in 1990 kann sich mit 5,22 Prozent sehen lassen“, zieht Plank Bilanz.

 

Die heimischen Vorsorgekassen setzen den Trend der positiven Wertentwicklung im dritten Quartal 2019 ebenfalls fort: Die Durchschnittsperformance unter allen Anbietern, die Gelder der Abfertigung Neu verwalten, lag für den benannten Zeitraum bei 4,49 Prozent. Die APK Vorsorgekasse konnte sich als abermaliger Gewinner herauskristallisieren: Sie erwirtschaftete 7,93 Prozent, gefolgt von der VBV mit 5,68 Prozent. An dritter Stelle liegt die VALIDA mit 4,50 Prozent.

IMAGEN

Quelle: Angaben der Pensionskassen und Vorsorgekassen

 

 

Über Mercer (www.mercer.com)

Mercer bietet Beratung und digitale Lösungen, die Unternehmen dabei helfen, die Anforderungen in den Bereichen Gesundheit, Wohlstand und Karriere in einer sich wandelnden Arbeitswelt zu erfüllen. Mit mehr als 25.000 Mitarbeitern in 44 Ländern ist Mercer in über 130 Ländern tätig. Mercer ist ein Tochterunternehmen der Marsh & McLennan Companies (NYSE: MMC), dem dem weltweit führenden Anbieter von professionellen Dienstleistungen zu den Themen Risiko, Strategie und HR. Mit einem Jahresumsatz von knapp 17 Mrd. USD und mit 76.000 Mitarbeitern weltweit hilft Marsh & McLennan Companies seinen Kunden dabei, in einem immer dynamischeren und komplexeren Umfeld erfolgreich zu agieren. Zu Marsh & McLennan Companies gehören auch Marsh, Guy Carpenter und Oliver Wyman.

 

Mercer Austria (www.mercer.at)

Mit mehr als 15 Expertinnen und Experten am Standort Wien zählt Mercer in Österreich zu den führenden Anbietern von Personalvorsorgeberatung, Investment Consulting und Lösungen sowie Beratung im Bereich Vergütungsmanagement. Für weitere Informationen besuchen Sie uns auf www.mercer.at oder folgen Sie uns auf Twitter @Mercer_at.

 


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1 https://www.derstandard.at/story/2000110800687/neuer-chef-der-pensionskommission-kritisiert-politik

2 Alle Zahlen beruhen auf Angaben der Pensionskassen und Vorsorgekassen.