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Nachhaltige Investments gewinnen in Schwellenländern an Bedeutung

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Nachhaltige Investments gewinnen in Schwellenländern an Bedeutung

Studie von Mercer und IFC


Deutschland
Frankfurt, 31 March 2009

 

Fondsmanager in Schwellenländern beziehen die ESG-Faktoren Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Corporate Governance) zunehmend in ihre Anlageentscheidungen ein. Dies ist das Ergebnis einer neuen Mercer-Studie, die im Auftrag der Internationalen Finanz-Corporation (International Finance Corporation, IFC), eine Gesellschaft der Weltbankgruppe, durchgeführt wurde.


Nach der Studie haben nachhaltige Investments in Schwellenländen die Grenze von 300 Milliarden US-Dollar überschritten. Damit machen sie in 2008 fast zehn Prozent der gesamten Kapitalanlagen in Schwellenländern aus. Davon sind etwas mehr als 50 Milliarden US-Dollar Fonds zuzurechnen, die auf nachhaltige Investments fokussiert sind. Die übrige Summe ist in herkömmliche institutionelle Fonds investiert, die ESG-Faktoren im Rahmen ihrer allgemeinen Investment-Prozesse berücksichtigen.
 

Die Studie umfasst nicht nur den ersten Nachhaltigkeitsbericht für Kapitalanlagen in Schwellenländern. Sie schließt auch erstmals Ratings zu den ESG-Praktiken von Fondsmanagern in China, Indien, Südkorea und Brasilien ein und berücksichtigt Best Practice-Beispiele, die zeigen, wie man ESG-Risiken aus dem Weg gehen und Investmentrenditen steigern kann.


Im Rahmen der Studie wurden 514 Aktienmanager weltweit untersucht, von denen 177 in Schwellenländer investieren. Darüber hinaus wurden 40 Interviews mit Investment Teams in China, Indien, Südkorea und Brasilien geführt. Zusätzlich wurden 10 weitere Manager aus verschiedenen Ländern interviewt, die nachhaltige Investmentstrategien in Schwellenländern verfolgen. Fast die Hälfte (46 Prozent) der globalen Manager und rund ein Drittel (34 Prozent) aller Manager gab an, dass sie wahrscheinlich ESG in ihre Investmentprozesse integrieren werden.


„Unsere Studie zeigt, dass viele lokale Fondsmanager in Schwellenländern ein tieferes Wissen und Verständnis für soziale Fragen haben als ihre globalen Kollegen. Dennoch ist da noch Potenzial für Verbesserungen, z. B. im Hinblick auf die aktive Nutzung von Stimmrechten aus Aktien“, sagt Herwig Kinzler, Leiter des Bereichs Investment Consulting von Mercer in Deutschland.


„Wir bei IFC glauben, dass nachhaltige Kapitalzuflüsse in Schwellenländer diese Volkswirtschaften stützen und letztlich die Armut verringern werden. Aus diesem Grund unterstützen wir bereits seit 2002 Initiativen für nachhaltige Investments in der Finanzindustrie. Es wurden gute Fortschritte erzielt, aber es muss noch mehr getan werden. In der aktuellen Finanzkrise könnten sich viele Investoren dazu hinreißen lassen, ökologische, soziale sowie Fragen, die sich auf die Unternehmensführung beziehen, als Probleme von morgen zu betrachten. Doch das Ausblenden dieser Faktoren wird nicht nur den Fortschritt, der bis heute im Hinblick auf die Integration von ESG-Faktoren in Investmententscheidungen erzielt wurde, untergraben. Es wird auch die Finanzmärkte auf der ganzen Welt schwerwiegend beeinflussen“, sagt Greg Radford, Director of Environment & Social Devemopment bei IFC.


Die Studie wurde gesponsert von IFC, in Partnerschaft mit den Niederlanden, Norwegen, Luxemburg, Italien und Neuseeland.

 

 

Über IFC

 

IFC, eine Gesellschaft der Weltbankgruppe, setzt sich dafür ein, dass Menschen der Armut entkommen und ihr Leben verbessern können. IFC fördert das nachhaltige Wirtschaftswachstum von Entwicklungs- und Schwellenländern durch die Finanzierung von Investitionen im privaten Sektor. Sie mobilisiert privates Kapital und bietet Regierungen und Unternehmen Beratungsleistungen und Hilfe bei der Risikominimierung an. 2008 lagen die Investitionen der IFC bei 16,2 Milliarden US-Dollar. Dies entsprach einer Steigerung von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Für weitere Informationen: www.ifc.org

 

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