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Motivation Geschäftserfolg

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Mercer-Studie: Mitarbeitermotivation entscheidet über Geschäftserfolg


UK/Österreich
London/Wien, 25 February 2008

 

Arbeitgeber sind sich heute weitgehend darin einig, dass motivierte Mitarbeiter gut fürs Geschäft sind. Dennoch ist es weiterhin strittig, wie sich eine engagierte Mitarbeiterschaft aufbauen und dauerhaft halten lässt - insbesondere in Unternehmen, die in mehreren Ländern und Kulturen zuhause sind.

 

Eine weltweite Arbeitsplatzanalyse rund um die Haltung und Wahrnehmungen von Mitarbeitern, die Mercer bisher in 22 Ländern durchgeführt hat, legt wertvolle Einblicke in diese wachsende Herausforderung offen. Die Studie zeigte, dass die für die Mitarbeitermotivation entscheidenden Faktoren nicht nur zwischen den unterschiedlichen Ländern, sondern auch zwischen unterschiedlichen Arbeitgebern variieren. Es zeigte sich außerdem, dass die allgemeine Haltung gegenüber den Herausforderungen am Arbeitsplatz in einigen Kulturen positiver ausfällt, während spezifische Faktoren wie Gehalt, betriebliche Nebenleistungen und ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeits- und Privatleben (Work-Life Balance) in einigen Ländern eine größere Rolle spielen als in anderen.


“In der anspruchsvollen globalen Wirtschaftswelt von heute wünschen sich die Arbeitgeber nicht nur zufriedene, sondern engagierte Mitarbeiter, die, sich für ihre Arbeit und den Erfolg ihres Unternehmens einsetzen“, erklärte Dr. Patrick Gilbert, einer der führenden Forschungsexperten für Personalfragen bei Mercer. “Engagierte Mitarbeiter sind jene, die ein ernsthaftes Interesse am Erfolg ihres Arbeitgebers verfolgen und deren Leistungsniveau die offiziellen Anforderungen ihres Tätigkeitsprofils überschreitet. Diese Mitarbeiter erbringen freiwillig Leistungen, die dem geschäftlichen Ergebnis zuträglich sind und die Basis für Wettbewerbsvorteile schaffen.“


Das Umfeld zählt

 

Die Forschungsergebnisse von Mercer in der Studie “Engaging employees to drive global business success“ zeigen, dass Mitarbeiterengagement stark vom Umfeld bestimmt wird. “Die Motivationsfaktoren variieren landes- und unternehmensabhängig - selbst innerhalb von Unternehmen können sie zwischen den verschiedenen Geschäfts- und Funktionsbereichen abweichen“, so Dr. Gilbert weiter. “Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Arbeitgeber die individuellen Motivationsfaktoren in ihrem Unternehmen ermitteln und nutzen. Auf diese Weise lassen sich die Investitionsrenditen für HR-Ausgaben maximieren.“


Ein Unternehmen kann die Höhe des Engagements der eigenen Mitarbeiter und die dafür verantwortlichen Faktoren durch Untersuchungen, üblicherweise durch Mitarbeiterumfragen, ermitteln. Die Studien, die Mercer unter dem Titel What‘s Working erstellt hat, dienen als Basis für den Vergleich und die Interpretation von Umfrageergebnissen eines Unternehmens. Auf diese Weise kann ein Unternehmen Probleme ermitteln und geeignete Maßnahmen einleiten, die das Mitarbeiterengagement und damit letztlich das geschäftliche Ergebnis optimal beeinflussen.


Die Ergebnisse von Mercer veranschaulichen die Herausforderungen im Zusammenhang mit der richtigen Interpretation von Mitarbeiterumfragen, wenn normative Daten fehlen. So gaben 57 Prozent der befragten Arbeitnehmer in den Mercer-Studien eine positive Bewertung der über 130 Fragen ab. Länder wie Indien, Mexiko und China erzielten deutlich positivere Bewertungen, während Länder wie Japan, Korea und Portugal ein deutlich niedrigeres Ergebnis auswiesen.


“Mitarbeiterstudien dokumentierten über lange Zeit kulturelle Unterschiede zwischen den Ländern. Wenn ein Unternehmen die Ergebnisse seiner eigenen Mitarbeiterumfragen betrachtet, müssen diese Unterschiede berücksichtigt werden‘, betont Dr. Gilbert.

 

Unterschiede zwischen lokalen Motivationsfaktoren


Die Studien von Mercer liefern zudem Einblicke in die unterschiedlichen kulturellen Motivationsfaktoren. Eine Analyse sämtlicher Daten zeigte die wichtigsten Motivationsfaktoren für alle 22 Länder auf. Sie zeigt, dass die Faktoren sehr stark variieren, wenngleich nicht unbedingt immer in der erwarteten Weise.


“Auch bei gemeinsamen Arbeitsplatzmerkmalen - wie z. B. Englisch als Hauptsprache - können Unterschiede zwischen den nationalen Kulturen, bei der wirtschaftlichen Entwicklung und bei den Marktbedingungen erheblichen Einfluss auf die Erwartungen und Wahrnehmung der Mitarbeiter gegenüber ihrer Arbeit und damit letztlich auf das Mitarbeiterengagement ausüben“, erklärte Dr. Gilbert.


Die Mitarbeiter wurden gefragt, welche der 12 Faktoren ihr Arbeitsengagement am stärksten beeinflussen. (Siehe Darstellung 1) Insgesamt wurde “Respekt“ global als Faktor mit dem größten Einfluss auf das Motivationsverhalten gewertet. Dies gilt vor allem für die USA und Großbritannien. Die befragten Arbeitnehmer in Japan maßen diesem Aspekt jedoch weniger Bedeutung zu.


Arbeitnehmer in Frankreich und Indien nannten die Art der Arbeit als wichtigsten Motivationsfaktor. In Japan bewerteten die Arbeitnehmer das Grundgehalt am höchsten, während in China betriebliche Nebenleistungen die Liste anführten, Deutsche Arbeitnehmer nannten hingegen den Kollegenkreis als wichtigsten Faktor.

Weltweit betrachten Arbeitnehmer ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeits- und Privatleben als wichtigen Motivationsfaktor. Ausnahmen hierbei bilden China und Indien, die diesem Kriterium weniger Gewicht beimessen. Gute Kundenbetreuung ist ebenfalls global, aber insbesondere in Großbritannien, ein wichtiger Aspekt. Von den 12 zu bewertenden Faktoren stuften die japanischen Arbeitnehmer diesen jedoch am niedrigsten ein.


“Wenn keine sonstigen Informationen vorliegen, ermöglichen die häufigsten Motivationsfaktoren es einem multinationalen Unternehmen, sich auf Bereiche zu konzentrieren, die das Mitarbeiterengagement verbessern können“, so die Einschätzung von Dr. Gilbert. “Da das Umfeld jedoch eine so wichtige Rolle spielt, sollten aber vor allem landes- und unternehmensspezifische Daten berücksichtigt werden, um das Niveau des Engagements zu erhöhen. Hierzu zählen eigene Mitarbeiterumfragen und die Gegenüberstellung der Ergebnisse mit normativen Daten, eine Analyse der Ergebnisse zur Ermittlung der wichtigsten Faktoren sowie die anschließende Erarbeitung eines umfassenden Maßnahmenkatalogs, mit dem sich die anvisierten Veränderungen umsetzen lassen.“


Informationen zur Durchführung der Studie


Die Mercer-Studien zum Thema What‘s Working wurden bei erwachsenen Erwerbstätigen in bis dato insgesamt 22 Ländern durchgeführt. Diese Studien ermöglichen die Ermittlung von Trends und Wahrnehmungsweisen gegenüber dem Arbeitsumfeld und liefern allgemeine Einblicke in die Haltung und Sichtweisen von Arbeitnehmern. Die Umfragen umfassten über 130 Fragen aus zwölf arbeitsbezogenen Kategorien, darunter Arbeitsabläufe, Kommunikation und Kooperation, Leistungsmanagement, Führungsverhalten sowie Anerkennung.


Das Mercer-Papier mit dem Titel Engaging employees to drive global business success ist neben 16 Länderberichten zum Thema What‘s Working unter http://www.mercer.com/whatsworking erhältlich.

 

Darstellung 1: Hauptmotivationsfaktoren

 

 

Global

China

Frankreich 

Deutschland 

Indien 

Japan 

Großbritannien 

USA 

Respekt 

125

121 

133 

129

104

90

144

122 

Art der Arbeit

112

75

138

113

116

107

122

112

Ausgewogenheit von Arbeits- und Privatleben

112

98

133 

106

97

119

119

111

Gute Kundenbetreuung

108

108

110

108

103

79

122

107

Grundgehalt

108

113

110

105

103

140

117

114

Kollegen

107

96

105

131

98

107

120

104

Betriebliche Nebenleistungen

94

127

81

110

94

75

76

112

Langfristiges Karrierepotenzial

92

91

89

77

108

94

88

92

Weiterbildung und Entwicklung

91

83

67

80

98

86

85

82

Flexible Arbeitsmöglichkeiten

87

85

77

92

80

88

83

88

Aufstiegschancen

85

92

79

83

113

92

68

80

Variable Vergütung / Bonuszahlungen

80

111

77

65

86

123

56

75

 

(Werte um die 100 weisen auf eine mittlere Bedeutung, Werte unter 100 auf eine geringere Bedeutung, Werte über 100 auf eine sehr hohe Bedeutung hin.

 

Informationen zu Mercer

 

Mercer, einer der weltweit größten Beratungsfirmen, hilft Unternehmen messbare Geschäftsergebnisse durch ihre Mitarbeiter zu erzielen. Mit mehr als 17.000 Mitarbeitern in 180 Städten und 40 Ländern verbindet Mercer lokales Wissen mit globaler Präsenz, um Human Resource Lösungen zu entwickeln und zu implementieren. Das Unternehmen setzt jährlich rund 2,9 Mrd. US-Dollar mit Beratungsleistungen um. Mercer ist ein Tochterunternehmen der Beratungsgruppe Marsh & Mc Lennan. Der konzernweite Umsatz betrug 2006 rund 11 Mrd. US-Dollar.

 

Die Tätigkeitsschwerpunkte von Mercer (Austria) GmbH liegen in den Bereichen Retirement Consulting (betriebliche Vorsorge), Investment Consulting (Optimierung von Pensionskassenverträgen und deren Veranlagungen) sowie Information Products Solutions (Vergütungsberatung). Im Jahr 2006 konnte mit 18 MitarbeiterInnen ein Umsatz von rund 2,1 Mio. EUR erwirtschaftet werden. Mercer betreut in Österreich rund 800 Kunden – darunter eine Vielzahl der Top-100-Unternehmen des Landes.

 

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