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Zuletzt aktualisiert: 14 Dezember 2011
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Der wichtigste Motivationsfaktor für Mitarbeiter weltweit ist Respekt. Auch auf den folgenden Plätzen liegen nicht-finanzielle Faktoren: die Work Life-Balance auf Rang zwei, die Art der Arbeit auf Platz drei und die Kollegen sowie die Qualität der Führung auf den Rängen vier und fünf. Auf Platz sechs reiht sich mit dem Grundgehalt der erste finanzielle Faktor ein.
Dies ist das Ergebnis der What’s Working-Studie von Mercer, im Rahmen derer zwischen dem letzten Quartal 2010 und dem zweiten Quartal 2011 rund 30.000 Mitarbeiter aus 17 verschiedenen Ländern, darunter über 2.000 Angestellte aus Deutschland, zu verschiedenen Aspekten des Mitarbeiterengagements befragt wurden. Die Umfrage wurde in den einzelnen Ländern zwischen 2003 und 2006, also vor der weltweiten Finanzkrise, schon einmal durchgeführt.
Insgesamt macht die Studie deutlich, dass finanzielle Faktoren wie betriebliche Nebenleistungen und leistungsbezogene Vergütung von Arbeitnehmern im Hinblick auf die alltägliche Motivation als weniger wichtig betrachtet werden. „Finanzielle Komponenten sind ohne Zweifel ein wesentlicher Teil des Deals zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, aber Unternehmen müssen die ganze Bandbreite an Faktoren einbeziehen, um das Engagement ihrer Belegschaft zu fördern. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und angesichts gesättigter Märkte zählen Innovation und Engagement. Vereinfacht und plakativ ausgedrückt, geht es um Wertschöpfung durch Wertschätzung“, so die Erläuterung von Fridtjof Helemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Mercer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Große Übereinstimmung in EuropaBemerkenswert ist die Konsistenz der Ergebnisse in den sieben untersuchten europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Spanien und Großbritannien). Die nicht-finanziellen Faktoren werden auch hier für die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter als am wichtigsten erachtet und werden − verglichen mit den Ergebnissen in Nord- und Südamerika und in Asien − extrem hoch bewertet.
Hohe Wechselbereitschaft der ArbeitnehmerDie Studie zeigt darüber hinaus, dass die Mitarbeiterloyalität weltweit abgenommen hat und der Anteil der Arbeitnehmer, die ernsthaft überlegen, das Unternehmen zu wechseln, weltweit gestiegen ist. In vielen Ländern hat der Anteil der Wechselwilligen um zehn Prozentpunkte oder mehr zugenommen. Besonders hoch ist der Anstieg in Brasilien (plus 44 Prozent), Indien und Mexiko (jeweils plus 28 Prozent). In Deutschland ist die Steigerung mit zwei Prozent vergleichsweise gering ausgefallen. „Die explosionsartigen Steigerungen in Südamerika und auch in Indien lassen sich mit dem enormen Anstieg der Gehälter erklären, die in diesen Regionen zu beobachten sind. Dieser ist auch, aber nicht nur mit einer starken Inflation zu erklären. Wir haben in diesen Ländern mittlerweile einen Arbeitnehmermarkt, der die Wechselbereitschaft extrem antreibt“, so Helemann weiter. |
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